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... auch schon wieder lange her, unser Jubiläum:

10 Jahre LuK Hamburg / Nordelbien im Jahr 2004

1994 haben wir die LuK Regionalgruppe in Hamburg gegründet. Damals speziell für die Vorbereitung des Evangelischen Kirchentages 1995 in Hamburg gegründet, haben wir seitdem kirchenpolitisch viel bewegt und treffen uns immer noch 2 mal monatlich.

So haben wir dann 2004 unser 10-jähriges Jubiläum gefeiert! Hier ein kurzer Bericht über unser Jubiläum:

 

unermüdlich unbequem
10 Jahre Lesben und Kirche (LuK) in Hamburg

 

"Wenn wir heute das 10-jährige Jubiläum Ihrer ökumenischen Arbeitsgemeinschaft feiern, dann können Sie und wir alle auf viel Erreichtes zurückblicken", mit diesen Worten gratulierte Bischöfin Maria Jepsen am
5. Juni 2004 in ihrem Grußwort der LuK Hamburg zu Ihrem Jubiläum.

 

 

Zehn Jahre Engagement in der nordelbischen Kirche mit etlichen Ständen auf nordelbischen Synoden und bei Veranstaltungen, Arbeitskreisen, Einladungen in Schulen, Gemeinden und Gruppen, das sollte gebührend gefeiert werden.

 

 

 

Bischöfin Jepsen wies in ihrem Grußwort auf das von der nordelbischen Synode im Februar 2000 beschlossene Schuldanerkenntnis hin, in dem erklärt wurde, dass die Kirche entscheidend zur Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung homosexueller Frauen und Männer beigetragen habe, dies als Schuld erkenne und sich in der Verpflichtung sehe, Diskriminierung und Verachtung von homosexuellen Frauen und Männern öffentlich zu widersprechen und jeder Gewalt entgegenzutreten.

Neben der Bischöfin waren Kerstin Möller, die Leiterin des Nordelbischen Frauenwerkes (dem die LuK seit vielen Jahren verbunden ist) sowie Ina Brinkmann, die Leiterin der offenen kirche in Hamburg (wo sich die LuK seit 10 Jahren trifft) für Grußworte eingeladen.

In einem Rückblick auf die Geschichte der LuK in Nordelbien erinnerten Ute Morgenroth, Leiterin des Flensburger Frauenwerkes und Gründungsfrau der LuK Nordelbien, sowie Jessica Diedrich, Bundessprecherin der LuK und Gründungsfrau der LuK in Hamburg, an die Anfänge und ersten Veränderungen, aber auch an die großen Schwierigkeiten auf dem Weg dahin.

 

 

 

 

Dr. Herta Leistner, ehem. Studienleiterin des ev. Frauenstudien- und Bildungszentrums Gelnhausen, welche der Bildung der ersten LuK Gruppen in Deutschland mit auf den Weg half, ordnete in ihrem Impulsreferat "Lesbenleben in der Kirche: Gestern - heute - morgen" die zehn Jahre der LuK in Hamburg in die Kirchenlesbengeschichte und die Ökumene ein und erinnerte damit auch an lesbische Frauen aus dem 11. Jahrhundert. Ebenso warf sie einen Blick in die Zukunft auf die noch anstehenden politischen Veränderungen hin zu einer akzeptablen Rechtslage für Lesben und Schwule: Es braucht weiterhin den Mut, unbequem zu sein, nachzuhaken, aufmerksam zu machen, auch wenn die Langsamkeit der Institutionen nervt".

Eine umfangreiche Ausstellung zu zehn Jahren lesbischen Kirchenleben und kirchlichem Lesbenleben wurde von Sabine Simon, Referentin für Frauenarbeit in der offenen kirche eröffnet, die bis Mitte August 2004 in der offenen kirche zu sehen war.

Musikalisch wurde der Tag mit wunderbarer Klezmer-Musik begleitet von den "Taktlosen".

Wenngleich die LuK auch stolz auf das Erreichte zurückblicken kann, bleibt doch immer noch viel zu tun: Diskriminierungen sind auch heute noch an der Tagesordnung, die Lebensform führt auch heute noch manchmal dazu, dass eine Pastorin eine Stelle nicht bekommt, das Lebenspartnerschaftsgesetz ist noch lange nicht akzeptabel. Viele Gründe, weiterhin unermüdlich unbequem zu sein.